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Endlich Quad-Core AMDs

Schon seit einiger Zeit sind von allen großen Server Herstellern die leistungsfähigen Quad-Core Xeon Prozessoren von Intel zu haben. Das AMD Lager kam hier recht spät. Bei einigen Server Beschaffungen die bei uns in letzter Zeit anstanden waren die Dell 2950 mit 2-Socket Quad Core CPUs die erste (und einzige) Wahl. Jetzt kündigt AMD endlich die Maintream Verfügbarkeit von Server Systemen mit den Quad Core Opteron CPUs an: AMD and Partners announce Multi Core

EMC Storage: 3922Seiten Support Matrix?

Das hat mich grade ganz schön umgehauen. Auf 3900 Seiten dokumentiert EMC alle (unterstützten) Konfigurationen (Server, HBA, Hardware, Kabel, Switches und FS/VM). Aber kann solch eine umfangreiche Tabelle wirklich aktuell sein, und können all die Konfigurationen getestet worden sein? http://www.emc.com/interoperability/matrices/EMCSupportMatrix.zip

Not-so-openDS

Offener Brief von Neil Wilson (directorymanager.org) über seine Freisetzung bei Sun und den Druck der auf die (gekündigten) Project-Owner der OpenDS (LDAP Server) Community ausgeübt wurden. Wie Neil beschreibt ist das sicher ein Beipspiel für sich verselbständigendes Middle Management das den Sinn für die Realität verloren hat, aber... wieviel dieser Manager gibts bei Sun noch? (via Ben Rockwood)

Wie erwachsen ist ZFS schon?

Selten liest man über ZFS wirklich negatives. Das neue Filesystem von Solaris ist noch recht Jung, aber abgesehen von Tuning Problemen bei Datenbankservern waren mir noch keine echten Probleme bekannt. Bisher. Dafür wundert mich ein wenig, dass nach der Schwemme an Tuningtips 2006 bisher nicht wirklich neue (und vor allem offizielle) Oracle/ZFS Info zu bekommen sind. Oder?

Oracle VM

Mit Oracle VM scheint Oracle nun angetreten zu sein auch im Umfeld der Server Virtualisierung einen Fuss in den Markt zu bekommen. Wie schon gewohnt bedient sich Oracle dabei im Open Source Umfeld, und verwendet die Xen Hypervisor Technologie. Anscheinend ist der Platz in diesem Markt nicht so groß, aus dem Grund muss auch gleich mal gegen die Mitbewerber gescholten werden:
We considered using VMWare. Unfortunately, we found that 30-40% of the box was consumed by the virtualization layer. This does not make sense. The second factor was that VMWare cost a lot of money. The final thing was that we wanted complete support. If we had to link into another product, we could not support this. The philosophy is that the Linux team combined with the database and middleware team can come up with a solution that is better. The measured penalty for Oracle VM is 10%. This is the typical price to pay for virtualization.
(Pat Shuff) Persönlich finde ich es positiv dass ein weiteres Unternehmen die Xen Technologie weitertreibt. (Auch wenn im Linux Umfeld sich wohl auch die KVM verbreiten zu scheint, so ist XEN einfach ein weit akzeptierter ABI, z.B. auch für Solaris) XenSource, Inc. hat wegen der Zusammenarbeit mit Microsoft (im letzten Jahr)doch einige Begehrlichkeiten im Windows Umfeld geweckt. Und wurde folgerichtig auch inzwischen durch Citrix übernommen.

Es menschelt bei Panta Rhei (SOA vs. SQL)

Drüben im virtuellen Blog des fiktiven EDV Leiters Frank Bremer menschelt es. Intrigen und Aus-dem-Bauch Entscheidungen bestimmen den Alltag (das ist allzu realistisch .). Gerade ging es in einem Artikel darum, den CFO von seiner Anti-SOA Meinung (die er durch einen polarisierenden Artikel gefasst hat) durch den Google Zeitgeist abzubringen: wie groß ist der SOA Hype? Dieser Blog Post hat mich motiviert selbst einmal einige Zeitgeist Trends gegenüberzustellen. Und bin dabei auf ein sehr interessantes (unerwartetes) Ergebnis gestoßen: SOA vs. SQL at Google Trends Danach gibt es um Größenordnungen mehr Anfragen zum Thema SQL als zum Thema SOA, dafür berichtet die Schreibende Zunft deutlich stärker über den Hype. Es ist wohl unstrittig, dass SQL (Netzwerk) Datenbanken zu einem Paradigmenwechsel in der IT geführt haben. Und der Fieberkurve nach zu urteilen auch sehr nachhaltig. Das muß an dem hohen integrativen Potential von offenen Datenschnittstellen liegen. Nicht umsonst nennt man SOA das SQL des neuen Jahrhunderts. Mal sehen ob das EA Modell dem auch gerecht werden kann. Aber gut, im Vergleich zu anderen Schlagwörtern ist SOA schon Alltag*: SOA vs. Corba at Google Trends * Ich fühle mich Unwohl dem Google Zeitgeist zu viel Bedeutung zuzumessen, aber wenn das Herr Müller Dreist überzeugt, sollte es auch meine Leser täuschen können :)

Review: Team Beam

Das Versenden von großen Dateien ist entweder schwierig oder gar nicht möglich. E-Mail Anhänge sind in der Größe Limitiert, nicht alle Kunden haben Zugriff auf FTP, und das Betreiben eines eigenen Servers kostet Zeit und Geld. Ich kenne das aus meiner eigenen Praxis, da sollen schon mal schnell CD-Images, Patches oder Druckvorlagen übertragen werden, und man muss immer mit sftp Servern hantieren. Es muss hier also eine Lösung her. Dies hat sich auch die Skalio gedacht und bietet einen Hosted Service an: TeamBeam. Zahlende Kunden erhalten einen einfachen Upload Client mit dem Dateien auf den TeamBeam Server geladen werden können, und der Endkunde erhält eine Mail, die ein HTTP Download Link enthält. Großkunden können die Server sogar selbst betreiben und Customizing Dienstleistungen von Skalio erwerben. Skalio glaubt an die Macht der Blogs, so habe ich einen Test Zugang erhalten, mit der Bitte den Service zu reviewen. Das will ich gerne tun: Eine gute Idee Positiv finde ich den Server Ansatz und die Tatsache dass der Empfänger der Files keine spezielle Software außer einem Browser benötigt. Der Einsatz von HTTP ist zudem kompatibel mit den meisten Firmen-Policies. SSL bietet einen halbwegs vernünftigen Schutz der übertragenen Daten. (Der Empfänger erhält eine längere URL dadurch ist gewährleistet, dass Unbefugte die Datei ohne Zugriff auf die unverschlüsselte E-Mail nicht finden können). Einfache Software Negativ finde ich den Java Upload Client. Dieser bietet in der Version 1.0 nicht die Funktionen die man von einer Software für die Übertragung von Großen Files erwarten würde: Übertragungen werden nach einem Abbruch nicht erneut probiert, man muß diese noch einmal anstoßen. Startet man die Übertragung manuell erneut an, so wird diese anscheinend immer vom Anfang an begonnen, also keine Restart Funktion (der Empfänger kann immerhin einen Restartfähigen HTTP Client Download nutzen, da der Server den Range Header unterstützt). Wenn man mehrere Sendeaufträge parallel anstoßen möchte, so werden diese nicht in einer einzigen Upload Queue zusammengefasst, man kann also keine Parameter für maximale Parallelität, Bandbreite oder Prios vorgeben. Auch lassen sich einzelne Übertragungen nicht pausieren. Die Gui des Upload Clients ist simpel zu bedienen, die Buttons zum Browsen und der Pflege des "Addressbuchs" sind aber Gewöhnungssache. Sicherheitsschwächen Die Übertragungssicherheit bei Team Beam basiert ausschließlich auf SSL. Leider überprüft der TeamBeam Client das SSL Server Zertifikat nicht. So war es mit problemlos möglich einen eigenen SSL Proxy dazwischenzumogeln und die Komplette Übertragung mitzuschneiden. Dies ist leider ein massives Sicherheitsproblem, dürfte aber einfach zu beheben sein. Schwerwiegender ist die Tatsache dass die Download URLs in unverschlüsselten E-Mails versendet werden. Man sollte also die Daten selbst verschlüsseln (und dabei auch gleich eine elektronische Unterschrift anbringen). Im WebDAV Verzeichnis kann man an den Userids (ich hatte die Nummer 240) ablesen, dass bisher noch wenige Kunden aktiv sind (45 Postfächer mit wartenden Dateien). Auch hier kann Skalio noch für etwas mehr Privatsphäre sorgen (im eigenen Interesse). Fazit Jeder sollte selbst die Rechnung machen, ob er Open Source Tools und einen Root Server einsetzen möchte, oder lieber die Services von TeamBeam (z.B. 250Eur/Monat für 100 User) nutzen möchte. Für die Datensicherheit sollte man bei sensitiven Daten zusätzlich selbst sorgen. Die Funktionalität wie Erinnerungen, Lesebestätigungen und das Portal zur Verwaltung der Aufträge sind eine bequeme Sache (ich weiss nicht ob es hier schon Open Source Lösungen gibt). Neue Features wie z.B. die Weiterleitung von bereits auf dem Server befindlichen Dateien (im Portal) an neue Empfänger sind bereits angekündigt. Wie das Administrationsinterface für Firmenkunden aussieht (dort müssen die E-Mail Addressen der Mitarbeiter gepflegt werden) konnte ich in meinem Test nicht prüfen. Ich denke aber dass größere Kunden hier noch auf die Entwicklung Einfluss nehmen könnten. Update: ich habe den Artikel nach Feedback von Skalio etwas angepasst: Die Sicherheitsprobleme werden behoben, die Anzahl der Verzeichnisse im WebDAV spiegelt nicht die Anzahl der Kunden wieder und das Prinzipiellle Problem mit der E-Mail Sicherheit soll durch optionale Logins beim Download gelöst werden - für Skalio Kunden die ein my.teambeam.de Login haben. Update2: heute erhalte ich die Information von Skalio, dass eine neue Version 1.0.1 des TeamBeam Clients verfügbar ist, das mit einer SSL Zertifikatsprüfung daherkommt. Ebenso wurde eine XSS Schwäche beseitigt und die Zugriffsmöglichkeiten auf das WebDAV Verzeichnis sind nun eingeschränkt. Damit wurden die von Bloggern berichteten Schwächen recht zügig behoben. (Das Problem der unverschlüsselten Datenhaltung auf dem Salio Server und den ungeschützten Download Links besteht natürlich weiterhin, aber ist in der Einfachheit des Produktes bedingt)

WS-ReliableMessaging 1.1 - Einspruch der ODF

Bei OASIS wurde über WS-ReliableMessaging als OASIS Standard abgestimmt. Die Mitglieder Organisationen wurden befragt, ob der Entwurf aus dem Web Services Reliable Exchange (WS-RX) Technical Committee als OASIS Standard verabschiedet werden soll oder nicht. Die Abstimmung ging positiv aus, allerdings gab es eine Nein Stimme. Jetzt hat das TC noch mal die Möglichkeit darüber zu beraten, ob die Stimme ignoriert werden soll, oder ob der Committee Draft vom April nun OASIS Standard wird. Konkret geht es bei der Nein Stimme der OpenDocument Foundation, Inc um die Lizenzrechtliche Seite. Die Spezifikation wurde unter der OASIS IPR Klassifizierung "RF or RAND" entwickelt. Also Royalty Free oder Reasonable and non-discriminatory. ODF wirft Microsoft vor, hier nicht alle erforderlichen Zusagen abgegeben zu haben. Im Licht der neuerlich von Microsoft aufgebrachten Patents-Klagen-Drohungen ist es sicherlich gerechtfertigt auf einer formellen Abtretung der Rechte zu bestehen. Der Einspruch ist nun hier zu finden, eine Antwort von Oracle findet sich ebenfalls im Archiv, die relativieren das Problem und halten es nicht notwendig eine Nein-Stimme abzugeben. Generell läuft gerade eine Abstimmung im TC um festzulegen, ob die Spezifikation trotzdem veröffentlicht werden soll. Bei WS-ReliableMessaging 1.1 geht es um eine neue Version der Spezifikation die es ermöglicht Web Service Aufrufe zuverlässig (also in der richtigen Anzahl und Reihenfolge) zuzustellen. Dabei wird ein Handshake Protokoll und eine Duplikatserkennung definiert. Das Protokoll kann auf unterschiedlichen Transportverfahren aufsetzen, bietet sich aber in Erster Linie für SOAP/HTTP an. Es ist im Gegensatz zu den eher Nachrichten basierneden Protokollen wie AS2 oder ebXML MS speziell auch für RPC-artige Aufrufe geeignet. Einige Spezifikationen die WS Aufrufe einsetzen können davon profitieren. Mehrere konkurierende Ansätze könnten damit unter einem einheitlichen Standard zusammengefasst werden, deswegen ist es umso wichtiger dass dieser offen ist, und frei verwendet werden kann. Zum Weiterlesen

Internet Explorer 7 (IE7) macht Ärger mit Outlook 2003

Vor kurzem war der IE7 in der Post. Also nicht in der Briefpost, sondern verfügbar per Windows Updates. Bisher hatte ich mich damit noch nicht befasst, weil ich mit Firefox als System Browser sehr weit komme. Ich habe deswegen den IE7 Update im Hintergrund laufen lassen, wohlwissend dass ich dieses Produkt sowieso selten benutzen werde (es gibt immer noch Websites die mit dem Firefox nicht zurrechtkommen). Nun ja, was soll ich sagen, nicht nur ist der IE auch schon bei den ersten Starts mehrfach abgestürtzt, nein noch viel Schlimmer gibt es nun Instabilitäten in Outlook 2003: beim Antworten auf manche Rich Text mails stürtzt die Office Komponente ab. Eine Deinstallation des IE7 ist aber möglich, und hat mir bei dem Problem geholfen. Es gibt noch eine menge weiterer Problemschilderungen, z.B. Font Probleme beim drucken aus Outlook heraus. Ich würde aus diesem Grund zumindest als Outlook User von dem Update Abstand nehmen. Microsoft-Watch berichtet auch über Probleme und stellt die berechtigte Frage: warum ist IE7 ein kritischer Update? Auf den Update Blocker sei hiermit ausdrücklich hingewiesen. Allen die den IE7 ausprobieren wollen oder müssen, sich aber nicht das komplette System zerschiessen wollen sei der Artikel aus dem IE-Blog ans herz gelegt. Ein XP als kostenloses Image für VirtualPC ist von Microsoft verfügbar. Darin ist IE6 und ein IE7 readyness toolkit installiert. Damit läßt sich der IE7 gefahrlos parallel zum IE6 auf einem Rechner betreiben. Web Designer werden dieses Angebot von Microsoft lieben. Die VM ist nur bis zum 1. April lauffähig, aber eine neue Version wird dann sicher folgen.

SOA Kritiken werden lauter

In letzter Zeit ist im SOA Hype Cycle der Trend zur Ernüchterung zu bemerken, das dürfte meiner Beobachtung nach durch zwei Phänomene ausgelöst werden: a) den Anwendern wird langsam klar, dass SOA ein Hype ist, und dass Anbieter sich mit den SOA Federn schmücken. Eine gute Erklärung warum SOA hierfür gut geeignet ist, findet sich in einem Artikel von Rüdiger Spies im SOA Expertenrat Blog der Computerwoche. b) den Anbietern wird klar, dass es sich hierbei nicht in erster Linie um neue Produkte handelt, die verkauft werden können, sondern einfach ein Umdenken beim Anwender voraussetzt. Und darüber lässt sich zwar schön refereiren, die Umsetzung ist doch aber eher langsam. Beides zusammengenommen setzt SOA in ein neues, realistischeres Licht, macht die Ideen dahinter aber keinesfalls wertlos. Jetzt kommt aber noch ein ganz anderer Punkt: woher weiß man denn, dass SOA die (beste) Lösung für die Unternehmen ist? Ist es wirklich ein Königsweg aus der Legacy Falle noch mehr Middle Ware zu kaufen, ist es wirklich eine Frage der Flexibilität noch mehr Einzelsysteme locker zu koppeln? Sind Monolithische Anwendungen wirklich nicht ausreichend für den Mittelstand (Beispiel: SAP Anwender)? Kann und Will wirklich jedes Unternehmen seine Geschäftsprozesse komplett selbst bestimmen? Studien über den Erfolg von SOA laufen alle in kontrollierten Umgebungen ab, schon alleine dies verbietet eigentlich die Nutzung der Ergebnisse. Denn die Frage ist doch: kann SOA Ordnung in die IT Abteilungen bringen. Denn die haben mit Ressourcenmangel, schlechter Ausbildung oder Überalterung, geringer Motivation, hoher Fluktuation, Fürstentümern und falschen Verantwortlichkeiten zu kämpfen. Ein erfolgreiches Architekturmodell muss genau hier ansetzen. Gouvernance ist hier gefragt, aber nicht durch Software (für Registries und Directories) sondern viel mehr durch engagierte und motivierte Enterprise Architekten, die den Laden zusammenhalten - und vorran bringen. Ich habe bei Inhaber geführten Deutschen Mittelstandsunternehmen schon hervorragende IT-Landschaften gesehen, weil der Junior-Chef die Liebe zur IT entdeckt hat, und somit mit großem Enthusiasmus Fehlentwicklungen entgegenwirkt. Das ist die "CIO muss im Board sitzen" Debatte bis zum Ende gedacht. Und dann darf auch gerne mal SOA ausprobiert werden.