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ERP Systemausfälle

Das CIO Magazin zitiert eine Befragung unter IT-Leitern von Mittelstandsunternehmen bezüglich Ausfällen der zentralen ERP Systeme: Die Liste der häufigsten Ursachen umfasst:
  1. unzureichende Ressourcen für Administration und Wartung (59%)
  2. Leistungsschwäche der Verarbeitungs/Netzwerksysteme
  3. Auswirkungen durch technische Realisierung anderer IT-Projekte (43%)
  4. Instabilitäten der ERP Anwendung (41%)
  5. fachliche Probleme (37%)
  6. zu umfangreiche Benutzeranforderungen (25%)
  7. Störungen durch heterogenes Software-Umfeld
  8. Sicherheitsprobleme (8%)
  9. Leistungsausfälle externer Dienstleister (6%)
  10. andere
Die Befragung wurde durch den IT-Dienstleiter Orga durchgeführt, dieser folgert aus den Zahlen, dass der Mittelstand weiterhin bereit sei die IT auszulagern. Für mich sehen die Zahlen nach Finanzieller Schieflage aus, wo doch die Ausfallzeiten die angegeben wurden so richtig schmerzhaft sind. Leider musste ich die Zahlen aus dem Diagramm raten:
  1. 99% Verfügbareit (6%)
  2. 98% Verfügbarkeit (10%)
  3. 97% Verfügbarkeit (16%)
  4. 96% Verfgbarkeit (25%)
  5. 95% Verfügbarkeit (22%)
  6. unter 95% (16%)
Laut CIO Magazin sind die Ergebnisse von 406 befragten Mittelstandsunternehmen in allen Branchen. Der Durchschnitt der jährlichen ungeplanten Ausfallzeiten liegt bei 120h (96% Verfügbarkeit). Das sei mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden und gestörten Geschäftsprozessen verbunden. Wenn diese so häufig sind fragt man sich, wieso dann noch so viele Unternehmen ihre IT selbst betreiben (und dann noch mit einfach zu behebenden, den Leitern bekannten Problemen). Leider ist die Studie bei den sonst ausführlichen Veröffentlchungen der Orga noch nicht zu finden. Falls jemand die Quelle kennt würde ich diese gerne ungefiltert sehen.

Trackbacks

IT Blog am : Enterprise Anwendungen

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Gerade im Bereich Middleware sind Enterprise Anwendungen in der Regel missionskritisch. Der Produktionsbetrieb stellt besondere Ansprüche an Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit dieser verteilten Anwendungen. Schon beim Entwurf der Architektur müssen ents

Kommentare

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Jennifer Stoll am :

Jennifer StollAn die endlose Debatte um "unzureichende Ressourcen für Administration und Wartung" haben wir uns ja gewöhnt. Sie ist oft rein subjektiver Natur, und lassen eher auf ineffiziente Organisation schließen. Das wird von "Auswirkungen durch technische Realisierung anderer IT-Projekte" untermauert. Der Punkt tut mir ganz besonders weh. Ein von Betreiber-Abteilungen immer wieder im Risikomanagement gern zitiertes Risiko, egal ob in der Software-Entwicklung, im Online-Betrieb, in der Produktion. Genauso oft wie es zitiert wird wird es leider aber auch ignoriert. Hauptgründe sind meiner Erfahrung nach mangelndes Zeit- und Terminmanagement, bzw. fehlende Stabilität in Projekten bei hohem Veränderungsdruck des Marktumfeldes. Software-Entwicklungs-Prozesse wie SCRUM sind dabei ein Versuch, dem Wahnsinn gerecht zu werden: Der verzweifelte Versuch, wenigstens für 2-4 Wochen Stabilität der Requirements zu erreichen. Solche Strategien sind Schritte in die richtigie Richtung -- und in Management-getriebenen Organisationen (im Gegensatz zu kundenprojektorientierten) wohl der einzige Ausweg.

eckes am :

eckesJa richtig, das "Auswirkungen durch technische Realisierung anderer IT-Projekte" klingt ein wenig nach Kopflosigkeit. Da aber im CIO Text es eher als Ressourcen Engpass dargestellt wurde wollte ich da nicht direkt drauf eingehen, da sollte man dann doch besser den Orginal Text haben. Ich hab mal bei der Redaktion angefragt - vernünftige Quellenangaben sollten eigentlich eine Selbstverständlicheit sein, gerade bei Online Artikeln wo man Links setzen kann. Gruss Bernd

eckes am :

eckesIch habe übrigens keinen Feedbak von der Redaktion erhalten. Ist schade daß sie Ihre Quellen nicht nennen wollen. Ich werde wohl in Zukunft für andere Magazine Blog-Werbung machen müssen. Hat jemand Vorschläge?

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