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VoIP, was dann? FoIP!

In zwei Bereichen ist das Thema VoIP gerade sehr aktuell. Bei der Ablösungen bestehender TK Anlagen in Firmennetzen sind VoIP Systeme eine ernstzunehmende Alternative zu etablierten TK Anlagen. Unter Ausnutzung von strukturierter Verkabelung lassen sich Telefon-Installationen aufbauen die geringere Investitionskosten als klassische ISDN Anlagen haben. Und das bei gleichzeitig erweitertem Funktionsumfang. Besonders die Skalierbarkeit der Systeme ist hier deutlich besser. Zudem lassen sich für die Filialanbindung oder das Call Routing die bestehenden Netzverbindungen nutzen. Auch bei uns in der Firma haben wir eine VoIP Installation auf der Basis eines Swyx Clusters im Einsatz.

Erfahrungen damit möchte ich in einem anderen Artikel darstellen: VoIP ist auch im Endkundenbereich dank Breitband Internetzugängen ein Hype Thema, an dem z.B. kein DSL Anbieter mehr vorbei kommt. Internet Service Provider werden so zum Telekommunikationsunternehmen, können hier einfach konkurrenzfähige Tarife anbieten. Fast alle Anbieter setzen dabei auf SIP Technik (RFC3261), profitieren stark von den verfügbaren Hardware Lösungen (Analog Telefon Adapter oder DSL Router mit ATA Funktion wie z.B. die Fritz!Box FON von AVM.

Es gibt schon Anzeichen dafür, dass die T-Com den Druck fühlt. Aber erst mit der Entbündelung von T-DSL Anschlüssen und T-Net oder T-ISDN Anschlüssen werden hier relevante Umsatz Verschiebungen eintreten (damit hängt sicherlich die geplante Übernahme der TOI zusammen).

Das Gerangel um Marktanteile ist aber nicht Hinderlich für Innovationen: der Wunsch nach kompletten Umstieg auf IP basierende Kommunikation führt zu Nachfragen im Bereich Fax Technologie. Der letzte Versuch die Fax Technik zu modernisieren kann als gescheitert betrachtet werden. Gruppe 4 ISDN Fax Geräte haben sich nie durchgesetzt. Das Internet führt jetzt zu einer Renaissance. Als VoIP Kunde ist der Einsatz eines Analog Faxes leider nicht (defektes Beispiel) so einfach. Durch Kompression, Paketverluste und Timing Problemen eignen sich klassische VoIP Zugänge nicht für den Fax Versand.

Der Fax-Empfang ist dabei weniger ein Problem. Anbieter wie die 1&1 oder Web.de bieten eine Unified Messaging Nummer an, die als Anrufbeantworter und für den Fax Empfang dient. Die Dokumente kommen dann praktischerweise als Mail mit PDF Anhang. Beim Versand hingegen sind die bestehenden Fax Gateways allerdings etwas schwieriger zu benutzen: Flachbett Scanner und Mail-Anhang sind deutlich umständlicher zu bedienen als der Mehr-Seiten Einzug von Fax Geräten.

Es gibt hier aber Ansätze. Dank T.38 (Fax over IP) lassen sich Fax Daten verlustfrei über das Internet versenden. Hier steht zu erwarten, dass die SIP Provider Gateways anbieten werden, die die T.38 Fax Daten an der Telefonnetz (und damit herkömmlichen Fax Empfängern) weiterleiten. Benötigt wird hierzu nur ein Wandler der vor das Fax geschalten werden kann (oder im Fax eingebaut ist) und entsprechende IP Daten liefert. Einige ATA Hersteller bieten dies schon an.

Es ist zu erwarten, dass die DSL Router mit VoIP Funktion auch dies anbieten werden, theoretisch müsste dies in einigen Geräten sogar durch einen Software Update machbar sein. Ebenso wird im PC Bereich die lästigen Hacks mit Faxmodem oder ISDN Modem Emulation der Vergangenheit angehören.

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