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Kann man trotz E-Mails produktiv sein?

Im TR Interview mit Donald E. Knuth habe ich diese Stelle gefunden, die mich mal wieder dazu angeregt hat über mein E-Mail Missverhalten nachzudenken. Ich möchte Ihnen das nicht vorenthalten:
Wolfgang Stieler: Aber ein Projekt wie Linux wäre ohne Internet und E-Mail nicht zustande gekommen? Knuth: Nun, ich sage nicht, dass alle E-Mail aufgeben sollten. Ich habe mich entschieden, E-Mail aufzugeben. Die Rolle mancher Menschen ist es, an der Spitze der Dinge zu stehen. Meine Rolle ist es, an der Basis zu stehen. Mein Talent, langfristig zu denken, erfordert es einfach, einen ganzen Tag über etwas nachdenken zu können, ohne dass das Telefon klingelt oder ich von sonst etwas abgelenkt werde. Tatsächlich schicke ich auch E-Mails – über meine Sekretärin, wenn ich beispielsweise jemanden um einen Gefallen bitte. Aber wenn ich E-Mail hätte, ich würde morgens zur Arbeit kommen und um 12 wäre ich dann mal soweit, dass ich mir überlegen könnte, was mache ich denn heute.

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Kommentare

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Alexander am :

*Glaube, man kann. Es ist ja nicht nur eine Frage der Menge, es ist auch eine Frage, wieviel wirklich wichtige Mails dabei sind und wie man damit umgeht. Ich vergleiche das gerne mit einem Zeitmanagement-Seminar. So ziemlich jeder hat mindestens eines besucht oder Bücher darüber gelesen. Für den Umgang mit Informationen - Fehlanzeige. Dabei liegt gerade hier das Potenzial für eine höhere Performance. Warum bilden so wenig Unternehmen ihre Mitarbeiter im persönlichen Informationsmanagement?

Bernd Eckenfels am :

*Ich denke auch, hier ist viel zu optimieren. Persönlich besteht meine Arbeit Großteils aus Micro Management, und ohne E-Mail waere diese nicht möglich. Man könnte sich überlegen meine Stelle damit komplettt abzuschaffen, aber ich halte Sie eigentlich für produktiv. Dieser Artikel war aber eine Erinnerung an mich selbst, mein E-Mail verhalten regelmäßig zu überdenken. Ich kenne Kollegen die betreiben Informationshortung und selektieren die Verteiler immer (absichtlich oder unabsichtich zu ihrem Vorteil) und ich kenne Kollegen die fühlen sich durch meine CC-Orgien gestört. Da muss man nen Mittelweg finden. Beim versenden gilt bei mir: wenn jemand erwaehnt wird (oder seine Abteilung) dann bekommt er ein CC. Wie ist das bei Euch? Gruss Bernd

Alexander am :

*CC setze ich eher weniger als häufiger ein. Nicht zuletzt deshalb, weil Mails heute schon nicht mehr richtig gelesen werden, wenn sie direkt an den Leser gerichtet sind. IMHO kommt das u.a. daher, dass man die Menge nur noch durch schnelles Querlesen in den Griff bekommt - wobei dann natürlich die Nuanchen, wenn nicht sogar ganze Absätze - untergehen.

Bernd Eckenfels am :

*Das mit dem querlesen ist richtig, darin sehe ich aber die größte Chance des Mediums. Nur so kann sich jeder aussuchen welche Informationen er detailiert haben muss und welche nicht. Ohne E-Mails hätte keiner die Chance in so viele Bereiche reinzuschnuppern. Dass dabei Details verloren gehen mag stimmen, auf der anderen Seite fällt es bei E-Mail auch einfach nur schneller auf, als bei einem Meeting oder Gespräch nachdem auch die Hälfte hinterher vergessen und verdrängt wird. Ich denke mit E-Mails geht man gut um, wenn man damit rechnet dass diese partiell untergehen können, und wenn man sie dazu einsetzt anderen eine chance zu geben sie zu scannen (Kurzzusammenfassung, strukturiert, ...) Gruss Bernd

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