Wie ich bereits berichtet hatte kann es für einen Anwender der IaaS Cloud Amazon EC2 Sinn ergeben den Simple Email Service (SES) von Amazon zu verwenden um E-Mails zu versenden.
Dabei kann man entweder die Amazon API/Tools verwenden, oder inzwischen auch die Mails per smtps an den Amazon Smarthost liefern. Amazon selbst bietet nur einen SMTP-SSL Server auf Port 465 an. Die meisten MTAs können dieses Protokoll nicht mehr sprechen und ziehen STARTTLS vor, deswegen empfiehlt Amazon in seiner Anleitung die Verwendung von stunnel als zwischengeschaltenen Proxy.
Diese Indirektion ist aber unschön, und kann mit einer aktuellen Exim Version vermieden werden. Ab der Version 4.77 unterstützt der SMTP Transport von Exim auch das smtps Protokoll (für ausgehende Verbindungen).
Mit folgenden Exim Einstellungen (Auszug) kann also ein EC2 Linux Rechner direkt an den Amazon Dienst die E-Mail ausliefern (wichtig: die Envelop-From und From: Addresse der versendeten Mails müssen in der Liste der verifizierten SES Absender sein. Als Empfänger kommen nur dann beliebige E-Mail Addressen in Frage, wenn man diese Funktion bei Amazon explizit freischalten hat lassen.
1. Alle Mails an dem Amazon Server leiten (dnslookup entfernen):
2. Einen neuen SMTP/SSL Transport definieren:
3. Zusätzlich einen Authenticator mit dem SES User/Passwort definieren:
Ich habe das ganze unter Amazon Linux mit Exim 4.77 aus dem AltCent Repository getestet:
Es bietet sich an Exim so zu konfigurieren, dass nur auf localhost auf dem Submission Port E-Mails angenommen werden:
Dies stellt sicher, dass der Dienst nicht für Spam oder Sicherheitsangriffe ausgenutzt werden kann.
Dabei kann man entweder die Amazon API/Tools verwenden, oder inzwischen auch die Mails per smtps an den Amazon Smarthost liefern. Amazon selbst bietet nur einen SMTP-SSL Server auf Port 465 an. Die meisten MTAs können dieses Protokoll nicht mehr sprechen und ziehen STARTTLS vor, deswegen empfiehlt Amazon in seiner Anleitung die Verwendung von stunnel als zwischengeschaltenen Proxy.
Diese Indirektion ist aber unschön, und kann mit einer aktuellen Exim Version vermieden werden. Ab der Version 4.77 unterstützt der SMTP Transport von Exim auch das smtps Protokoll (für ausgehende Verbindungen).
Mit folgenden Exim Einstellungen (Auszug) kann also ein EC2 Linux Rechner direkt an den Amazon Dienst die E-Mail ausliefern (wichtig: die Envelop-From und From: Addresse der versendeten Mails müssen in der Liste der verifizierten SES Absender sein. Als Empfänger kommen nur dann beliebige E-Mail Addressen in Frage, wenn man diese Funktion bei Amazon explizit freischalten hat lassen.
1. Alle Mails an dem Amazon Server leiten (dnslookup entfernen):
smarthost: driver = manualroute domains = ! +local_domains transport = remote_smtps route_data = email-smtp.us-east-1.amazonaws.com no_more
2. Einen neuen SMTP/SSL Transport definieren:
remote_smtps: driver = smtp protocol = smtps #port = 465 hosts_require_auth = * hosts_require_tls = *
3. Zusätzlich einen Authenticator mit dem SES User/Passwort definieren:
client_login: driver = plaintext public_name = LOGIN client_send = : xxxxI6CIH2YIWSNxxxxx : Agcq00AEvA2ZDiQHNrDvTEODE3FWa1rxxxxx
Ich habe das ganze unter Amazon Linux mit Exim 4.77 aus dem AltCent Repository getestet:
wget http://centos.alt.ru/repository/centos/6/i386/exim-4.77-1.el6.i686.rpm rpm -i exim-4.77-1.el6.i686.rpm
Es bietet sich an Exim so zu konfigurieren, dass nur auf localhost auf dem Submission Port E-Mails angenommen werden:
daemon_smtp_ports = 587 local_interfaces = 127.0.0.1
Dies stellt sicher, dass der Dienst nicht für Spam oder Sicherheitsangriffe ausgenutzt werden kann.
Geschrieben von Bernd Eckenfels
in Cloud, Technik
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Wie ich bereits berichtet hatte kann es für einen Anwender der IaaS Cloud Amazon EC2 Sinn ergeben den Simple Email Service (SES) von Amazon zu verwenden um E-Mails zu versenden. Dabei kann man entweder die Amazon API/Tools verwenden, oder inzwischen auch die Mails per smtps an den Amazon Smarthost liefern. Amazon selbst bietet nur einen SMTP-SSL Server auf Port 465 an. Die meisten MTAs können dieses Protokoll nicht mehr sprechen und ziehen STARTTLS vor, deswegen empfiehlt Amazon in seiner Anleitung die Verwendung von stunnel als zwischengeschaltenen Proxy. Diese Indirektion ist aber unschön, und kann mit einer aktuellen Exim Version vermieden werden. Ab der Version 4.77 unterstützt der SMTP Transport von Exim auch das smtps Protokoll (für ausgehende Verbindungen). Mit folgenden Exim Einstellungen (Auszug) kann also ein EC2 Linux Rechner direkt an den Amazon Dienst die E-Mail ausliefern (wichtig: die Envelop-From und From: Addresse der versendeten Mails müssen in der List
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