In letzter Zeit ist im SOA Hype Cycle der Trend zur Ernüchterung zu bemerken, das dürfte meiner Beobachtung nach durch zwei Phänomene ausgelöst werden:
a) den Anwendern wird langsam klar, dass SOA ein Hype ist, und dass Anbieter sich mit den SOA Federn schmücken. Eine gute Erklärung warum SOA hierfür gut geeignet ist, findet sich in einem Artikel von Rüdiger Spies im SOA Expertenrat Blog der Computerwoche.
b) den Anbietern wird klar, dass es sich hierbei nicht in erster Linie um neue Produkte handelt, die verkauft werden können, sondern einfach ein Umdenken beim Anwender voraussetzt. Und darüber lässt sich zwar schön refereiren, die Umsetzung ist doch aber eher langsam.
Beides zusammengenommen setzt SOA in ein neues, realistischeres Licht, macht die Ideen dahinter aber keinesfalls wertlos. Jetzt kommt aber noch ein ganz anderer Punkt: woher weiß man denn, dass SOA die (beste) Lösung für die Unternehmen ist? Ist es wirklich ein Königsweg aus der Legacy Falle noch mehr Middle Ware zu kaufen, ist es wirklich eine Frage der Flexibilität noch mehr Einzelsysteme locker zu koppeln? Sind Monolithische Anwendungen wirklich nicht ausreichend für den Mittelstand (Beispiel: SAP Anwender)? Kann und Will wirklich jedes Unternehmen seine Geschäftsprozesse komplett selbst bestimmen?
Studien über den Erfolg von SOA laufen alle in kontrollierten Umgebungen ab, schon alleine dies verbietet eigentlich die Nutzung der Ergebnisse. Denn die Frage ist doch: kann SOA Ordnung in die IT Abteilungen bringen. Denn die haben mit Ressourcenmangel, schlechter Ausbildung oder Überalterung, geringer Motivation, hoher Fluktuation, Fürstentümern und falschen Verantwortlichkeiten zu kämpfen. Ein erfolgreiches Architekturmodell muss genau hier ansetzen. Gouvernance ist hier gefragt, aber nicht durch Software (für Registries und Directories) sondern viel mehr durch engagierte und motivierte Enterprise Architekten, die den Laden zusammenhalten - und vorran bringen.
Ich habe bei Inhaber geführten Deutschen Mittelstandsunternehmen schon hervorragende IT-Landschaften gesehen, weil der Junior-Chef die Liebe zur IT entdeckt hat, und somit mit großem Enthusiasmus Fehlentwicklungen entgegenwirkt. Das ist die "CIO muss im Board sitzen" Debatte bis zum Ende gedacht. Und dann darf auch gerne mal SOA ausprobiert werden.
a) den Anwendern wird langsam klar, dass SOA ein Hype ist, und dass Anbieter sich mit den SOA Federn schmücken. Eine gute Erklärung warum SOA hierfür gut geeignet ist, findet sich in einem Artikel von Rüdiger Spies im SOA Expertenrat Blog der Computerwoche.
b) den Anbietern wird klar, dass es sich hierbei nicht in erster Linie um neue Produkte handelt, die verkauft werden können, sondern einfach ein Umdenken beim Anwender voraussetzt. Und darüber lässt sich zwar schön refereiren, die Umsetzung ist doch aber eher langsam.
Beides zusammengenommen setzt SOA in ein neues, realistischeres Licht, macht die Ideen dahinter aber keinesfalls wertlos. Jetzt kommt aber noch ein ganz anderer Punkt: woher weiß man denn, dass SOA die (beste) Lösung für die Unternehmen ist? Ist es wirklich ein Königsweg aus der Legacy Falle noch mehr Middle Ware zu kaufen, ist es wirklich eine Frage der Flexibilität noch mehr Einzelsysteme locker zu koppeln? Sind Monolithische Anwendungen wirklich nicht ausreichend für den Mittelstand (Beispiel: SAP Anwender)? Kann und Will wirklich jedes Unternehmen seine Geschäftsprozesse komplett selbst bestimmen?
Studien über den Erfolg von SOA laufen alle in kontrollierten Umgebungen ab, schon alleine dies verbietet eigentlich die Nutzung der Ergebnisse. Denn die Frage ist doch: kann SOA Ordnung in die IT Abteilungen bringen. Denn die haben mit Ressourcenmangel, schlechter Ausbildung oder Überalterung, geringer Motivation, hoher Fluktuation, Fürstentümern und falschen Verantwortlichkeiten zu kämpfen. Ein erfolgreiches Architekturmodell muss genau hier ansetzen. Gouvernance ist hier gefragt, aber nicht durch Software (für Registries und Directories) sondern viel mehr durch engagierte und motivierte Enterprise Architekten, die den Laden zusammenhalten - und vorran bringen.
Ich habe bei Inhaber geführten Deutschen Mittelstandsunternehmen schon hervorragende IT-Landschaften gesehen, weil der Junior-Chef die Liebe zur IT entdeckt hat, und somit mit großem Enthusiasmus Fehlentwicklungen entgegenwirkt. Das ist die "CIO muss im Board sitzen" Debatte bis zum Ende gedacht. Und dann darf auch gerne mal SOA ausprobiert werden.
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Wichtig ist -jedem Hype zum Trotz- immer die Überlegung, ob's die Grundidee wirklich bringt. Und das ist bei SOA zu 100% der Fall, denn es bedeutet im Kern nicht mehr und nicht weniger als die Abkehr von monolithischen Festungen und Hinwendung zu dynamischer (Selbst)Organisation flexibel austauschbarer Komponenten. Und warum sollte in der IT-Evolution nicht das greifen, was Völkergemeinschaften längst erkannt haben: dass Selbstorganisation = Demokratie einem monolithischen Koloss = totalitärem System immer überlegen ist.
Zitat: "Denn die Frage ist doch: kann SOA Ordnung in die IT Abteilungen bringen."
Das ist in meinen Augen nicht wirklich die Frage bzw. Schuldigkeit, die SOA leisten muss, denn SOA bedeutet nur ein Paradigma, einen Werkzeugkasten. Ob ein Schreiner dank besseren Werkzeugs schönere, praktischere Schränke in kürzerer Zeit baut als bisher ist nicht die Schuldigkeit des Werkzeugs - es ist und bleibt die des Schreiners.
Anders formuliert: Wir, die Entwicklungstreibenden in der IT müssen sie Entscheidung treffen, ob SOA das richtige Werkzeug ist mit dem wir (sic!) Ordnung in die IT Abteilungen bringen können. Ich für meinen Teil war selten von der Richtigkeit eines Paradigmas = Werkzeugs so überzeugt wie von SOA, denn wie oben gesagt: Es bildet nur in IT ab, was sich im "richtigen Leben" längst durchgesetzt hat.
Selbst ich habe den Fehler gemacht, vor 5 Jahren SOA, quasi über den Weg der IT ins Unternehmen schmuggeln zu wollen. Ging nicht. Zuerst muss einmal der Geschäftsbereich verstanden werden.
Die Middleware ist insofern wichtig, als die Entwickler überzeugt werden müssen, dass es keinen Sinn macht, daran vorbeizubauen. "Bitte, das ist doch eh nur eine Punkt-Punkt-Verbindung, da muss ich doch nicht über den Bus gehen."
Dort habe ich auch einmal einen melancholischen Anfall gehabt:
http://steppenhund.twoday.net/stories/3731410/
Und ja - SOA hat genau das Ziel die Agilität der IT bei der Umsetzung der Business Anforderungen zu steigern. Einzig der Nachweis das dem auch so ist... der fehlt mir noch.
Mit graust jedenfalls wenn ich Web Service Point-Lösungen sehe die mir als SOA verkauft werden - nach Access Datenbanken (die sicherlich auch nütlich sein können) sind jetzt die Web Services angetreten die IT zu behindern....
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